Für Frau Scheel ist das Ehegattensplitting nicht mehr zeitgemäß. Sie plädiert in ihrem Beitrag für eine neue Schwerpunktsetzung in der Familienpolitik, für ein besseres Leben mit Kindern unabhängig vom Status der Ehe. Hierzu soll die Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur in Deutschland an die Anforderungen des heutigen Erwerbslebens von Müttern und Vätern angepasst werden. Der jährliche Verzicht durch das Splitting von rund 20 Mrd. Euro Staatseinnahmen soll begrenzt und der Weg für eine bessere Finanzierung von Betreuungsangeboten frei werden. Dabei setzen sich Frau Scheel und die Grünen für die Umwandlung des Ehegattensplittings in eine „Individualbesteuerung“ ein und verwerfen das „Familiensplitting“ der Union als ein die sozial ungerechten Wirkungen verstärkendes Modell.
Der Aufsatz ist im Rahmen einer Beitragsreihe zum Ehegattensplitting erschienen. Zu diesem Thema haben zudem Herr Volker Wissing (9-2007) und Frau Gabriele Frechen (11-2007) bei Humboldt Forum Recht publiziert.
Kategorie
Steuerrecht
Schlagworte
Ehe | Ehegattensplitting | Familiensplitting | GG | Art. 6 GG | Grundgesetz | Individualbesteuerung | Steuerrecht
Zitierempfehlung
Christine Scheel, HFR 2007, S. 111 ff.
Verlinkungsempfehlung
http://www.humboldt-forum-recht.de/deutsch/10-2007/index.html
Bearbeitet von Thomas Paulick