In unserer digitalen vernetzten Gesellschaft stellt sich die Frage, wie wichtig Datenschutz im Internet ist. Die Autorin stellt sich auf den Standpunkt eines Netzbürgers; sie überlegt, ob sich das Verständnis der den (Informations-) Grundrechten zugrunde liegenden Werte nicht verschoben hat und inwieweit die Informationsfreiheit und das Funktionieren des Internet dem staatlichen Datenschutz entgegenstehen. Es wird angesprochen, daß der grundrechtliche Schutz auf informationelle Selbstbestimmung, einschließlich der Pflicht des Staates diesen Schutz zu gewährleisten, im Internet nicht sehr weit reicht und aufgrund der (technischen) Eigenarten des Internet auch nicht sehr weit reichen kann. Daher gilt der visionäre Hauptgedanke dieser Arbeit den Möglichkeiten der Netzwelt, sich in der Zukunft zu einer Art Staat weiter zu entwickeln, der selbständig die informationelle Selbstbestimmung, die Privatsphäre schützen kann und den Folgen, die sich daraus für den heutigen staatlichen Datenschutz ergeben würden.
Kategorie
Datenschutzrecht | Öffentliches Recht
Schlagworte
2. Beitragswettbewerb | Datenschutz | Datenschutzrecht | Digitale Gesellschaft | Informationelle Selbstbestimmung | Informationsfreiheit | Internet | Neue Medien | Öffentliches Recht | Vernetzte Gesellschaft
Zitierempfehlung
Anett Habekuß, HFR 2000, S. 37 ff.
Verlinkungsempfehlung
http://www.humboldt-forum-recht.de/deutsch/6-2000/index.html
Bearbeitet von Cornelius Renner