In ihrem Beitrag „Recht in Zeiten des Terrors“ schlägt die Autorin vor, ein Modell zur Reaktion auf Formen des Terrorismus anzuwenden, das im Rahmen des Strafverfahrens oder alternativ zur Anwendung kommen kann und bisher im Ansatz bei der Verfolgung schwerer Menschenrechtsverletzungen zum Einsatz kam: Restorative Justice. Der Aufsatz geht zunächst auf das Fair Trial Prinzip und das Verhältnis von Restorative Justice und Terrorismus ein, bevor er sich einzelnen Krisenregionen zuwendet, in denen Restorative Justice als Mittel zur Konfliktbewältigung herangezogen wird. Schließlich untersucht die Verfasserin, ob und inwieweit Restorative Justice ein Konfliktlösungsmodell für den Terrorismus sein kann.
Restorative Justice ist kein feststehender Terminus. Restorative Justice ist der Oberbegriff für Programme, „die wiedergutmachende Prozesse benutzen und danach streben, wiedergutmachende Ergebnisse zu erzielen“. Solche Programme sind etwa der Täter-Opfer-Ausgleich, family group conferencing, circles und victim impact panels. Sie sollen den Dialog zwischen Täter und Opfer ermöglichen und sich um Ausgleich bemühen. Der Restorative Justice-Ansatz sei geeignet, so die Autorin, auch bei der Bekämpfung des Terrorismus behilflich zu sein.
Kategorie
Kriminologie | Strafrecht
Schlagworte
EMRK | Art. 6 EMRK | EU | EU-Rahmenbeschluss zur Terrorismusbekämpfung | Europäische Menschenrechtskonvention | Europäische Union | Fair Trial Prinzip | Freiheit | In dubio pro reo | Internationaler Strafgerichtshof | IRA | Israel/Palästina-Konflikt | Militärtribunal | Nordirlandkonflikt | RAF | Rahmenbeschluss | Restorative Justice | Rote Armee Fraktion | Sicherheit | Strafe | Täter-Opfer-Ausgleich | Terror | Terrorismus | Terrorist | TOA | Transnationale Jurisprudenz | Unschuldsvermutung
Zitierempfehlung
Ines Staiger, HFR 2010, S. 130 ff.
Verlinkungsempfehlung
http://www.humboldt-forum-recht.de/deutsch/10-2010/index.html
Bearbeitet von Peter Schmidt