In dem Beitrag wird die neueste Rechtsprechung des EGMR zu den Schutzrechten des Arbeitnehmers im Fall einer Strafanzeige gegen seinen Arbeitgeber auf ihre Konsequenzen für die nationale deutsche Rechtsprechung untersucht. Dabei wird der Ansatz des EGMR kritisiert, dem Arbeitnehmer in Situationen, an denen ein gesteigertes öffentliches Interesse besteht, mehr Schutzrechte einzuräumen als in „normalen“ Fallgestaltungen, in denen der Arbeitnehmer seine Rechte als Staatsbürger wahrnimmt durch Anzeige auf betriebliche Missstände hinzuweisen. Darüber hinaus wird der Ansatz der nationalen Rechtsprechung abgelehnt, dass der Arbeitnehmer in diesen Situationen den Vorwurf zunächst innerbetrieblich klären lassen muss.
Kategorie
Arbeitsrecht
Schlagworte
Anzeigerecht | Arbeitgeber | Arbeitnehmer | Arbeitsgericht | BAG | Beweislast | BGB | § 612a BGB | Bundesarbeitsgericht | Bürgerliches Gesetzbuch | Compliance-System | EGMR | EMRK | Art. 10 EMRK | Europäische Menschenrechtskonvention | Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte | Externes Whistleblowing | GG | Art. 5 GG | Grundgesetz | Informant | Informantenschutz | Information | Informationsinteresse | Informationsweitergabe | Internes Whistleblowing | Internet | Kommunikation | Loyalitätspflicht | Meinungsbildung | Meinungsfreiheit | Nebenpflicht | Öffentlichkeit | Praktische Konkordanz | Sorgfaltspflicht | StGB | § 186 StGB | Strafanzeige | Strafgesetzbuch | Verdachtsäußerung | Verleumdung | Whistleblowing
Zitierempfehlung
Christiane Brors, HFR 2012, S. 9 ff.
Verlinkungsempfehlung
http://www.humboldt-forum-recht.de/deutsch/2-2012/index.html
Bearbeitet von Peter Schmidt