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ISSN 1862-7617
Publications - Discussions - 10-2011
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Dr. Juli Zeh, LL.M.

Volkszählung „Zensus 2011“

Ein Sommerinterview zum Datenschutz


Abstract from the editors

Portrait des AutorsErstmals seit der deutschen Wiedervereinigung wird im Jahr 2011 eine Volkszählung durchgeführt. Das deutsche Modell sieht heute, abweichend von der sich dem Volkszählungsurteil (BVerfGE 65, 1) anschließenden Befragung aus 1987, ein registergestütztes Verfahren vor – zwei Drittel der Bevölkerung werden nicht direkt befragt und dennoch erfasst.

Vielseitige Kritikpunkte beschäftigen seitdem Wissenschaften, Bürger, Politik und Medien. Strittig sind insbesondere die umfangreiche Nutzung der Registerdaten, das Befragungsverfahren, die Haushaltegenerierung durch Verknüpfung einzelner Datenquellen, die Erstellung einer voluminösen Metadatenbank, die Dimensionen erhobener und ausgewerteter Daten sowie eine mögliche Zweckentfremdung und die fehlende Anonymisierung der persönlichen Daten. Auch werden Fragen nach grundsätzlicher Bedeutung und Sinnhaftigkeit weitreichender und übermäßiger Zahlenorientierung der Politik bei Entscheidungsprozessen diskutiert.

Menschen werfen an vielen Stellen Datenschatten, ihr Verhalten wird immer öfter beobachtet, registriert und bewertet, indes nehmen digitale Profilbildungen zu. Das Thema Datenschutz hat sich in der Informationsgesellschaft zu einem ständigen Begleiter der Bürger mit stetig wachsender Bedeutung entwickelt. Über den Zensus 2011 sprach HFR mit der Juristin und Schriftstellerin Juli Zeh. Sie ist Autorin des viel beachteten und besprochenen Buches „Angriff auf die Freiheit“, worin sie Aspekte wie Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und den Abbau bürgerlicher Rechte und Freiheiten, die unserem Staatsverständnis essentiell vorausgehen, beleuchtet.

Die Fragen stellte Tobias Dreyer.


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Category
Data Protection Law | Information Law | Public Law

Keywords
Administration | AGB | Anonymity | BVerfG | Census | Census law | Census verdict | Central register | Civil rights and liberties | Code number system | Constituency | Control | Count | Database | Database of building | Data economy | Data ownership | Data processing | Data protection | Dragnet investigation | Encroachment | Enlightenment | Federal Constitutional Court | Financial compensation | Fundamental rights | General right of personality | Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG | Great eavesdropping | Housing census | Identity | Information age | Informational self-determination | Information technology | Internet networks | Interview of households | Inventory | Legitimate purpose | List of questions | Living conditions | Metadatabse | Misuse | Personality profile | Personalization | Planning | Planning errors | Political opinion | Politics | Population census | Population database | Privacy | Profiling | Proportionality | Public relations | Register-based census | Register of residents | Regulation (EG) Nr. 763/208 | Residence | Sample | Serial number | Services of general interest | Size of population | Statistics | Surveillance state | Survey | Transparent citizen | Web 2.0 | ZensG | § 19 ZensG | § 21 ZensG | Zensusgesetz | Zensusvorbereitungsgesetz | ZensVorbG

Quotation reference:
Juli Zeh, HFR 2011, S. 102 et seqq.

Linking reference:
http://www.humboldt-forum-recht.de/english/10-2011/index.html

Edited by Tobias M. Dreyer