Der Autor, vormals Richter im Justizdienst des Landes Niedersachsen und seit 1998 Abgeordneter des Deutschen Bundestags, hat maßgeblich den fraktionsübergreifenden Gruppenantrag zur rechtlichen Verankerung der Patientenverfügung im Bürgerlichen Gesetzbuch ausgearbeitet. Im vorliegenden Beitrag schildert Herr Stünker zunächst die Defizite der bestehenden Rechtslage, um anschließend vor diesem Hintergrund die geplante Neuregelung im Detail vorzustellen. Insbesondere setzt er sich mit den oftmals von Kritikern vorgebrachten Argument auseinander, die rechtliche Verankerung der Patientenverfügung verstoße gegen die Pflicht des Staates zum Lebensschutz. Diese Pflicht bedeute jedoch lediglich, so der Autor, dass die gesetzliche Regelung der Patientenverfügung so ausgestaltet sein müsse, dass ihr Missbrauch ausgeschlossen sei. Das Grundgesetz garantiere zwar ein Recht auf Leben, begründe aber keine Pflicht zu leben. Ansonsten müsste der Suizid strafbewehrt sein, so der Autor.
Category
Civil Law
Keywords
advance directive | basic law | BGH | BT-Drs. 16/8442 | Bundesgerichtshof | Bundestag | capacity to consent | carer | Civil Law | doctor | euthanasia | German Civil Code | German Criminal Code | GG | legal age | life-sustaining action | life prolonging action | life protect | living will | medicine | Parliament | patient | right of self-determination | right to life | suicid | supposable will | written form
Quotation reference:
Joachim Stünker, HFR 2008, S. 119 et seqq.
Linking reference:
http://www.humboldt-forum-recht.de/english/11-2008/index.html
Edited by Peter Schmidt