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ISSN 1862-7617
Publications - Essays - 6-2003
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Sabine Gorn

Globalisierung der Gerechtigkeit - fiat iustitia, et pereat mundus?


Abstract from the author

Portrait des AutorsDie Globalisierung der Gerechtigkeit zu thematisieren heißt, sich zunächst über deren Voraussetzungen klar zu werden. Dazu gehört, dass eine bereits global geltende Gerechtigkeit noch nicht existiert. Die Berufung auf metaphysische Bedeutungsmuster kann ihr weltumspannendes Bestehen in der Tat genauso wenig begründen wie eine der in der weltlichen Philosophie diskutierten Theorien zur Erzeugung von Gerechtigkeit. Beides wird im Rahmen der Abschnitte A.I und A.II erläutert. Eine Globalisierung der Gerechtigkeit scheitert auch nicht daran, dass sie ihre normative Leitfunktion in der pluralistischen Weltgesellschaft verloren hätte (A.III). Voraussetzung einer Globalisierung der Gerechtigkeit aber ist, dass das Prinzip der Globalisierung sich auf Gerechtigkeit übertragen lässt (B.). Dabei müssen Tendenzen, die das Ansinnen gefährden könnten, genauso berücksichtigt werden wie die zuträglichen Potentiale der Herausbildung eines interkulturell gültigen Gerechtigkeitsbegriffs (B.II.1 und 2). Ferner stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis der faktisch zu erwartende Aufwand zu den Vorzügen einer solchen Globalisierungsleistung steht. Denn nur ein anstrebenswertes Produkt entlohnt letztlich die schwierige Umsetzung. Doch die Einsicht in unabdingbare Notwendigkeiten im transkulturellen Umgang einer Weltgesellschaft sollte eine Globalisierung als notwendig erscheinen lassen (B.III). Ob, wann und in welcher Verfassung dieses Produkt letztlich zu erwarten ist, kann aber nicht abschließend entschieden werden (dazu C.). Denn es hängt maßgeblich von den Imponderabilien des fortlaufenden Prozesses der Globalisierung ab, die sich einer ex-ante-Betrachtung entziehen.


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Index of contents

Quotation reference:
Sabine Gorn, HFR 2003, S. 43 et seqq.

Linking reference:
http://www.humboldt-forum-recht.de/english/6-2003/index.html

Edited by Birte Schweins