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Die Rechtsschutzversicherung für Manager
Der Begriff „Manager“ leitet sich vom englischen Verb „to manage“ ab. Es heißt so viel wie handhaben, bewerkstelligen oder auch leiten. Manager sind Führungskräfte in Unternehmen. In der Wirtschaft nehmen sie eine Sonderstellung ein. Zwar sind sie streng genommen Arbeitnehmer, weil sie nicht die Eigentümer des Unternehmens sind, trotzdem ist ein Manager kein gewöhnlicher Angestellter. Sie tragen eine hohe Verantwortung und müssen Entscheidungen mit großer Tragweite treffen. Davon hängen mitunter nicht nur das Schicksal des Unternehmens, sondern auch das der Mitarbeiter ab. Fehlentscheidungen können ernste Konsequenzen haben. Diese hohe Verantwortung bedeutet, dass Manager einem höheren Risiko ausgesetzt sind, in einen Rechtsstreit verwickelt zu werden. Eine Rechtsschutzversicherung für Privatkunden erfüllt nicht die Anforderungen von Führungskräften. Sie benötigen einen speziellen Rechtsschutz für Manager. Gute Angebote können sie in einem Online Versicherungsvergleich finden.
Welche Kosten werden übernommen?
Die Übernahme der Kosten erfolgt im Rahmen der vertraglich vereinbarten Deckungssumme. Da es bei Streitfällen mit Managern häufig um hohe Summen geht, sollte die Deckungssumme möglichst unbegrenzt sein. Welche Kosten im konkreten Fall übernommen werden, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Auf jeden Fall übernimmt die Rechtsschutzversicherung:
- Kosten für den Anwalt des Versicherungsnehmers
- Gerichtskosten, einschließlich Kosten für Vollstreckungsmaßnahmen
- Zeugengelder und Gebühren für Gutachter oder Sachverständige, die vom Gericht angefordert werden
- Reisekosten zu einem Gerichtsverfahren im Ausland (Wenn eine Ladung erfolgt)
- Kosten für Dolmetscher und Übersetzungen bei Gerichtsprozessen im Ausland
Welche Kosten werden nicht übernommen?
- Streitfälle, deren Ursprung vor Versicherungsbeginn oder während der Wartezeit liegen
- Streitfälle aus dem privaten Bereich
- Streitfälle, die in den Versicherungsbedingungen ausgeschlossen sind
- Verfahrenskosten vor internationalen Gerichten
- Verteidigung bei mit Vorsatz begangenen Straftaten oder Verbrechen (nach rechtskräftiger Verurteilung)
Wie sinnvoll ist eine Rechtsschutzversicherung für Manager?
Wegen der rechtlichen Sonderstellung von Managern kann nur eine entsprechende Rechtsschutzversicherung angemessenen Schutz vor den Kosten von Streitfällen übernehmen. Manager haben zum Beispiel keinen Arbeitsvertrag, sondern einen Anstellungsvertrag. Die Regeln eines gewöhnlichen Arbeitsverhältnisses gelten nicht. Die Anstellung eines Managers kann schneller beendet werden als bei Arbeitnehmern. Der Streitwert einer Klage vor Gericht beträgt in der Regel das Dreifache des Bruttoeinkommens des Klägers. Da Manager ein hohes Einkommen beziehen, bedingt das einen hohen Streitwert und demzufolge hohe Gerichtskosten, die der Kläger in der ersten Instanz selbst tragen muss. Dazu kommt, dass Manager für Fehlentscheidungen persönlich haften, sowohl strafrechtlich als auch mit ihrem Vermögen. Zu ihrer Verteidigung müssen sie Fachanwälte engagieren, die hohe Honorare verlangen.
All das macht eine Rechtsschutzversicherung für Manager unverzichtbar für den betreffenden Personenkreis.
Leistungen des Manager-Rechtsschutzes
Wie bei jeder Rechtsschutzversicherung bietet auch der Manager-Rechtsschutz allgemeine Leistungen. Dazu gehören beispielsweise:
- Erstberatung per Telefon oder Chat
- freie Wahl des Anwalts
- Bereitstellung von Formularen und Musterverträgen
Besonders wichtig sind natürlich die Sonderleistungen dieser speziellen Rechtsschutzversicherung:
- Spezial-Strafrechtsschutz: Darin sind der Strafrechtsschutz, Disziplinar- und Standes-Rechtsschutz, Verwaltungs-Rechtsschutz und Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz abgesichert. Manager geraten schnell in Verdacht der Steuerhinterziehen oder gegen sie wird ein Verfahren wegen Umweltverschmutzung eröffnet und hohe Geldbußen verhängt. Die Versicherung übernimmt die Kosten der Verteidigung einschließlich Kosten für den Anwalt und Gutachter.
Wird der Manager schuldhaft verurteilt, muss er der Rechtsschutzversicherung die ausgelegten Kosten zurück erstatten.
- Anstellungsvertrags-Rechtsschutz: übernimmt die Kosten eines Rechtsstreits mit dem Arbeitgeber (Eigentümer) der Firma. Manager können zum Beispiel gegen eine Kündigung des Anstellungsvertrags klagen oder die Zahlung von vereinbarten Boni oder Gewinnbeteiligungen verlangen. Derartige Klagen sind von einer Versicherung für Privatkunden nicht gedeckt. Wegen des hohen Streitwerts sind auch die Gerichtskosten höher als durchschnittlich.
- Vermögensschaden-Rechtsschutz: gesetzliche Haftpflichtbestimmungen können vorsehen, dass Manager mit ihrem persönlichen Vermögen bei schwerwiegenden Fehlentscheidungen im beruflichen Bereich haftbar gemacht werden. Die Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten eines Gerichtsverfahrens.
Rechtsbereiche der Rechtsschutzversicherung
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Empfehlenswerte Ergänzungen zum Manager-Rechtsschutz
- Da der Manager-Rechtsschutz nur für den beruflichen Bereich zuständig ist, sollten Führungskräfte unbedingt eine private Rechtsschutzversicherung abschließen. Mit einem Familientarif können sie die sogar die Familienmitglieder in den Versicherungsschutz einbeziehen.
- Verkehrs-Rechtsschutz: Manager benutzen ihre Dienstwagen nicht nur für Geschäftsreisen oder um geschäftliche Termine wahrzunehmen, sondern auch für private Zwecke. Ein entsprechender Baustein sollte im Manager-Rechtsschutz enthalten sein.
- Auslandsdeckung: Im Zeitalter der Globalisierung ist es nicht ungewöhnlich, dass Manager für längere Zeit in einer ausländischen Niederlassung ihrer Firma eingesetzt sind. Liegt der Einsatzort außerhalb Europas oder der Anrainerstaaten des Mittelmeers, müssen sie darauf achten, dass die Deckungssumme hoch genug ist und der Schutz für eine ausreichend lange Zeitdauer gewährt wird. Mindestanforderungen sind eine Deckungssumme von 300.000 € und ein Auslandsaufenthalt von 1 Jahr.
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Fazit
Manager sind Beschäftigte mit Sonderstatus. Zwar verdienen sie überdurchschnittlich gut, tragen dafür aber auch überdurchschnittlich große Verantwortung. Zum Teil haften sie mit ihrem persönlichen Vermögen für Fehlentscheidungen. Deswegen benötigen sie eine spezielle Rechtsschutzversicherung für Manager. Diese Spezialversicherungen werden den besonderen Konditionen, denen Manager unterliegen, gerecht. Eine private Rechtsschutzversicherung würde den Anforderungen nicht genügen. Der Manager-Rechtsschutz besteht aus 3 Teilen: Spezial-Strafrechtsschutz, Vermögensschaden-Rechtsschutz und Anstellungs-Rechtsschutz. Es gibt nur wenige Anbieter, die sich ausschließlich auf diese Art von Versicherung spezialisiert haben. Viele namhafte Versicherungen haben jedoch Angebote für Manager in ihrem Portfolio. Ein Online Versicherungsvergleich hilft dabei, passende Tarife zu finden.
Häufige Fragen
Was kostet Rechtsschutz für Manager?
Dazu kann keine einfache Aussage gemacht werden. Die Kosten einer solchen Spezial-Versicherung hängen von mehreren Faktoren ab. Das sind zum Beispiel die Höhe der gewählten Deckungssumme und die gesamten Jahreseinkünfte des Versicherungsnehmers, inklusive Sonderzahlungen, Gewinnbeteiligungen und anderen Extras. In der Regel sind die Beiträge jedoch wesentlich höher als bei einer privaten Rechtsschutzversicherung. Ihre Höhe kann durch eine Selbstbeteiligung beträchtlich gesenkt werden. Beim Manager-Rechtsschutz ist eine Selbstbeteiligung von 500 oder gar 1.000 € durchaus nicht unüblich. Die Kosten der Rechtsschutzversicherung können von der Einkommenssteuer abgesetzt werden, da sie rein beruflichen Zwecken dient.
Was ist besser, Firmenrechtsschutz oder Manager-Rechtsschutz?
Beide Versicherungen ergänzen einander. Manager können vom Firmenrechtsschutz Nutzen haben, wenn sie zum Beispiel Teilhaber des Unternehmens sind. Zudem profitieren sie davon, dass der Firmenrechtsschutz einen Teil der Haftung übernimmt. Trotzdem benötigen sie auch Manager-Rechts, um notfalls ihre persönlichen Interessen gegen den Eigentümer vor Gericht einklagen zu können. Beim Firmenrechtsschutz ist das nicht möglich, weil der Manager eine versicherte Person ist und nicht so leicht gegen den Versicherungsnehmer (die Firma bzw. den Eigentümer) klagen kann. Das gilt als interner Konflikt, der wegen des hohen Risikos meistens vom Versicherungsschutz ausgeschlossen ist.
Wo gibt es gute Angebote für Manager-Rechtsschutz?
Empfehlenswert sind namhafte Vergleichsportale im Internet. Diese Webseiten sind unabhängig. Sie listen alle Angebote des Marktes und werden regelmäßig aktualisiert. Die verschiedenen Gesellschaften und Tarife können sehr schnell und bequem miteinander verglichen werden. Zusätzlich finden Interessenten jede Menge nützliche Tipps und Ratschläge. Links zu Testberichten und Kundenmeinungen werden zur Verfügung gestellt. Das ermöglicht Interessenten, sich ein objektives Bild zu machen und eine optimale Entscheidung zu treffen.
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