Ist die Rechtsgeschichte noch zu retten? Im folgenden Plädoyer skizziert Prof. Stolleis die Stellung der Grundlagenfächer zwischen erdrückender Stofffülle der Ausbildung und liebloser Vernachlässigung durch die Forschung.
Diese Nachgeordnetheit führe jedoch zu einer Erosion der geistig-methodischen Fertigkeiten zukünftiger JuristInnengenerationen, welche diesen bei fortwährender Rechtspositivierung gleichwohl als unverzichtbares Rüstzeug dienten zur juristisch mündigen Rezeption und Reflektion. Dagegen fordert Stolleis die Konzentration auf die „Kernfächer“, wodurch eine Hinwendung der juristischen Ausbildung und Forschung zu einem universelleren Wissenschaftsbegriff bewirkt werden soll.
Kategorie
Rechtsgeschichte | Wissenschaftsrecht
Schlagworte
Analyse | Drittmittel | Grundlagenkompetenz | Grundlagenorientierung | Juristenausbildung | Methodenlehre | Neuorientierung | Ökonomisierung | Rechtsgeschichte | Rechtsphilosophie | Rechtssoziologie | Rechtstheorie | Rechtsvergleichung | Rechtsvermittlung | Reflexion | Reform | Rezeption | Schwerpunkt | Studienreform | Wissenschaft
Zitierempfehlung
Michael Stolleis, HFR 2012, S. 77 ff.
Verlinkungsempfehlung
http://www.humboldt-forum-recht.de/deutsch/5-2012/index.html
Bearbeitet von Christoph Otto und Peter Schmidt